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jerry marotta

U.S. Amerikanisch // Kingston, NY


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Über...


Foto: Ian Mutto

Gastmusiker auf blackstar’s ascending.

Als Michael Veitch dem Münchner Rock-Künstler seinen Kumpel Jerry Marotta vorstellte, ging es zunächst mal gar nicht um alex sebastians Studioproduktion. „Moment mal. Sagtest du eben Jerry Marotta? … DER Jerry Marotta … das ist ein guter Kumpel von dir?!?“ stand alex sebastian erstmal der Mund offen. Als Peter Gabriel Fan wusste er mit dem Namen natürlich sofort etwas anzufangen:

Neben zahllosen anderen Künstlern, wie Hall & Oates, Sheril Crow, Elvis Costello und sogar Paul McCartney begleitete der Orleans-Drummer die ersten acht Jahre von Peter Gabriels Solokarriere und arbeitete im Studio u.a. maßgeblich an unsterblichen Werken wie Games Without Frontiers, Biko, San Jacinto, Lay Your Hands On Me, Red Rain oder In Your Eyes mit.

2014 starteten dann die Vorbereitungen zu blackstar’s ascending und alex dachte sich: ‚Wenn mir der Zufall schon Jerry in den erweiterten Freundeskreis schickt, muss ich das einfach machen…‘ Also fragte er Jerry kurzerhand, ob es vielleicht irgendwie vorstellbar wäre, dass er sich für die neue Platte ans Schlagzeug setzen würde und schickte die Demos nach Woodstock. Zur Überraschung des Münchners war die Reaktion: „Love your tracks … die Musik ist genau mein Ding.“ Und so setzte sich der Altmeister nicht nur ans Schlagzeug, sondern arbeitete auch noch zusätzliche Percussion-Arrangements aus. Der Rest ist Geschichte.

Anekdote aus Gesprächen mit Jerry über die Zeit mit Peter Gabriel:

Alex: „Sag mal, wie habt ihr das eigentlich damals diesen genialen Drumsound von Kiss of Life hinbekommen? Habt ihr das Schlagzeug in eine überdimensionale Blechdose gestellt, oder was? Da gab’s doch noch nicht so die Effektgeräte von heute…“
Jerry (lacht): „Haha. Ich geb dir die Nummer von unserem Engineer damals. Dann rufst du denn an und sagst ihm, dass dir der Schlagzeugsound gefällt. Er war damals am Verzweiflen und meinte: ‚Das geht gar nicht! Das kann sich doch keiner anhören!‘ Das Problem war, dass die Anzahl der Bandaufnahmespuren begrenzt war. Darum musste man immer wieder umkopieren, wodurch es manchmal zu unerwünschten Verlusten und Seiteneffekten kam.“

Und so wurde einer der spannendsten Sounds der frühen 80er als Fehler entlarvt. Aber wie sagte schon Bob Ross: „We don’t make mistakes. We make happy little accidents.“ 😉

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